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Stimmen, Aussagen & Beschlüsse

Kommentar für den Ringschluss Die Besucher der Seite www.Ringschluss.de können an dieser Stelle ihre Stimme für den Ringschluss veröffentlichen. Wir wollen mit dieser Aktion der Idee aus der Sicht der gesamten Gemeinde bzw. Region noch mehr Nachdruck verleihen, in dem damit mehr Bürger zu Wort kommen können.
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Bürger, Initiativen, Unternehmen


Jürgen Lemke, Kleinmachnow

Der Zufall und die Neuausrichtung der Landesregierung zum Bau von S-Bahnstrecken brachten mich auf Ihre Seite. Leider hat vor vielen Jahren keiner auf realistische Möglichkeiten gesetzt. Dazu zählte auch der Doppelbeschluss der Regionalvertretung „der teltow“, wo Stahnsdorf und Teltow der Gemeinde Kleinmachnow auf dem Leim gegangen ist. Eine Realisierung von Stammbahn und Friedhofsbahn war ausgeschlossen. Im eigentlichen Sinne verfolgte man in Kleinmachnow nur den Wiederaufbau der Stammbahn. Stahnsdorf und Teltow hätten von dieser Bahn nichts gehabt. Bereits zum damaligen Zeitpunkt war die Verlängerung der S-Bahn von Teltow nach Stahnsdorf am kostengünstigsten. Nun sind wir auch schon bei machbaren Möglichkeiten. Dabei ist das Auge vor allem auf die Finanzen zu richten. Technisch ist alles möglich. Auch eine Tunnelbahn auf der Stammbahnstrecke von Zehlendorf nach Potsdam. Damit wären Bahnübergänge auf gleichem Niveau ausgeschlossen. Die Bürger des Stadtbezirkes Zehlendorf/ Steglitz, die zum „Shoppen in die Landeshauptstadt fahren möchten“ (!!!/BVV) könnten aber getrost auch die S-Bahnlinie S1 nutzen. Die Bedingung, einmal auf dem selben Niveau in Wannsee umsteigen oder die schon seit Jahrzehnten geplante zweigleisige Ausbau von Wannsee nach Potsdam wird endlich realisiert, so dass dort S1 und S7 verkehren können. Wir sind in Wannsee und damit wieder bei der Friedhofsbahn. Die Streckenführung ist noch vorhanden. Nur hat sich infrastrukturell vieles verändert. Ob dies nur mit Charme und Abholzen des Waldes für einen Parkplatz in Dreilinden zu realisieren ist, dies ist wohl sehr weit her geholt..….? Bitte an andere Bedarfsträger denken. (Falkensee, Velten,…) und mit gesundem Menschenverstand an die Sache gehen. Dies gilt somit auch für den weiteren Verlauf des sogenannten Ringschlusses, der aus Ideen des Dritten Reiches stammt. Sicherlich kann man damit bei der nächsten Wahl punkten, ohne die Strecke abgelaufen zu sein und sich mit dem technischen Betriebsregime auseinander gesetzt zu haben.  Ein uneingeschränktes „JA“ für einen überfälligen S-Bahnanschluss nach Stahnsdorf von Teltow, ohne Abholzen.  Keine Einschränkungen im sehr gut funktionierenden TKS- Bussystem.  Keine finanziellen Aufwendungen mehr für utopische Wahlversprechen.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen Lemke
im Mai 2015

Gerhard Petztholtz, Stahnsdorf

Die Stammbahn wird nicht wieder in Betrieb genommen, was nicht heißen soll, dass die Region Kleinmachnow, Stahnsdorf, Teltow von der Schiene abgehängt bleibt. Im Gegenteil: nun ist der Weg frei, die mit nur 20 Millionen Euro veranschlagte Verlängerung der S-Bahn (S25) von Teltow nach Stahnsdorf in Angriff zu nehmen. Über die Vorteile dieser Variante, von der wesentlich mehr Einwohner profitieren, ist schon viel gesagt worden. Damit wäre auch der Weg für die Friedhofsbahn geebnet, nämlich mit dem Ringschluss nach Wannsee oder Zehlendorf. Nicht nur Stahnsdorfer Bewohner könnten sich dann freuen, auch Besucher des Südwest-Kirchhofs, für welchen die S-Bahn einst errichtet wurde.
Quelle: Leserpost, PNN, 8. März 2008. Verkehrssituation in Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf. Stammbahn bleibt Geschichte

Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow e.V

Auch steigende Ew-Zahlen von Stahnsdorf und Teltow sind von Bedeutung, da die öffentlichen Nahverkehrsverbindungen von den 3 Orten über die S1 bzw. S7 (Bus X10 / 620 / 623 / 628 / 629) angebunden sind und hier durch eine potentielle Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur – Stichwort Friedhofsbahn als S-Bahn – Verlagerungen im regionalen Bus-ÖPNV entstehen, die bisher nicht berücksichtigt wurden

Als einzige Alternative (zur Stammbahn) halten wir die Möglichkeit der Verlängerung der S1 von Wannsee über die Friedhofsbahn nach Kleinmachnow-Dreilinden sowie Stahnsdorf Bahnhofstr. mit der Option der Verlängerung nach Teltow für realistisch.

Wesentliche Vorteile der Nutzung der Friedhofsbahn wären:

1. Die Trassenführung wäre sehr viel kürzer und würde sehr viel weniger kosten, da nur eine S-Bahn-Kreuzung in Wannsee zu realisieren wäre und eine sehr aufwendige Ertüchtigung der Stammbahnstrecke auf Berliner Stadtgebiet damit entfallen würde

2. Die Anbindung an Wannsee bzw. Verlängerung der S1 nach Stahnsdorf Bahnhofstr. würde auch die Anbindung an die S7 nach Berlin-Charlottenburg durch bahnsteiggleiches Umsteigen und somit der Region bereits zwei unterschiedliche S-Bahn-Verbindungen sowie den Anschluss zum Regionalverkehr in Wannsee ermöglichen.

3. Die Trassenführung würde im Wesentlichen Waldgebiete betreffen und damit ungleich weniger Menschen mit schienengebundenem Lärm belasten.

4. Es würde sich eine maßgebliche Entlastung des MIV zu den innerstädtischen Verkehrsknotenpunkten in Wannsee und Zehlendorf ergeben, da z.B. an einem S-Bahnhof in Dreilinden auf den bereits verfügbaren Frei- bzw. Gewerbeflächen entsprechende Parkplätze für Pend-ler nach Berlin mit Autobahnanschluss geschaffen werden könnten, die in innerstädtischen Wohn- und Gewerbegebieten üblicherweise nicht problemlos realisierbar sind.

5. Langfristig ist weiterhin eine Verknüpfung der S-Bahnlinien von Stahnsdorf Bhf. nach Teltow Stadt vorzusehen, die eine Verbesserung der Verkehrsanbindung für Stahnsdorf und Teltow zum Regionalbahnhof Wannsee ermöglichen würde.

Wir würden es deshalb außerordentlich begrüßen, wenn hierzu zeitnah eine Machbarkeitsstudie sowie ein Kosten-/Nutzenvergleich erstellt werden könnte.
Quelle: Kleinmachnow, den 06.05.2008: Stammbahn Kleinmachnow – Vorstellung der Studie „Verkehrliche Voruntersuchung und standartisierte Bewertung für den Wiederaufbau der Stammbahn„. Stellungnahme der BIK e.V. zur Präsentation v. 21.04.2008.

Das Statement ist inhaltlich mit der Bürger-Initiative Teltow e.V. (Sitz in 14513 Teltow, Wo-danstr. 32, Vorsitzende Dr. Carola Fanter), die sich ebenfalls für die Entwicklung des ÖPNV in unserer Region einsetzt, abgestimmt.

Gemeinde und Stadt (Kommunen-Ebene)


Gemeinde Kleinmachnow

Antrag: Die Landesregierung wird aufgefordert, in den noch in diesem Jahr aufzustellenden Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr des Landes die Stammbahn und den Ringschluss der S-Bahn von Teltow über Stahnsdorf-Südwestkirchhof (Friedhofsbahn) nach Wannsee aufzunehmen. Damit würde dem wachsenden Verkehrsaufkommen in der Region Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf Rechnung getragen und – hinsichtlich der Stammbahn und der Friedhofsbahn – der Ausbauzustand vor Krieg und Teilung wieder hergestellt.
Erläuterung: Die Gemeinde Kleinmachnow und Stahnsdorf brauchen unbedingt eine Anbindung an den schienengebundenen ÖPNV. Mit der Stammbahn und der Friedhofsbahn können bestmöglich die Bedarfe der Bürger erfüllt werden und individuelle Autoverkehr vermieden werden.
Ergebnis: Angenommen in der GV.
Quelle: DS 238/05: Aufnahme der Stammbahn und des S-Bahn-Ringschlusses Teltow-Wannsee in den Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr (GV am 18. August 2005)

Gemeinde Stahnsdorf

Beschluss Nr. 05/116
Die Gemeindevertretung Stahnsdorf hat in ihrer Sitzung am 20.10.2005 beschlossen:
Die Landesregierung wird aufgefordert, in den noch in diesem Jahr aufzustellenden Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr des Landes, die Stammbahn und den Ringschluss der S-Bahn von Teltow über Stahnsdorf-Südwestkirchhof (Friedhofsbahn) nach Wannsee aufzunehmen. Damit würde dem wachsenden Verkehrsaufkommen in der Region Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf Rechnung getragen und hinsichtlich Stammbahn und Friedhofsbahn – der Ausbauzustand vor Krieg und Teilung wiederhergestellt.
Quelle: Amtsblatt für die Gemeinde Stahnsdorf , 4. Jahrgang, Nr. 11

Stadt Teltow

Beschluss-Nr.: 04/21/2005
„Die Landesregierung wird aufgefordert, in den noch in diesem Jahr aufzustellenden Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr des Landes die Stammbahn und den Ringschluss der S-Bahn von Teltow über Stahnsdorf – Südwestkirchhof (Friedhofsbahn) nach Wannsee aufzunehmen. Damit würde dem wachsenden Verkehrsaufkommen in der Region Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf Rechnung getragen und – hinsichtlich Stammbahn und Friedhofsbahn – der Ausbauzustand vor Krieg und Teilung wiederhergestellt.“
Quelle: AMTSBLATT für die Stadt Teltow , Nr. 17 Jahrgang 14,

Kreis-Ebene


Landkreis Potsdam-Mittelmark

Im Rahmen der Untersuchungen zum Verkehrsentwicklungsplan wurde der Wiederaufbau der ehemaligen S-Bahn-Strecke Berlin-Wannsee – Stahnsdorf mit den dazugehörigen Bahnhöfen verkehrlich untersucht. Im Jahre 2015 sind auf der S-Bahnstrecke von Stahnsdorf nach Berlin-Wannsee täglich 600 Fahrgäste zu erwarten. Dies setzt die Anpassung des Busnetzes im Einzugsbereich der S-Bahn und die Anbindung der Bahnhöfe an das Busnetz voraus.
Die S-Bahn-Verbindung Teltow Stadt – Stahnsdorf wird im Geltungszeitraum des Verkehrsentwicklungsplans (2015) voraussichtlich jedoch nicht realisiert werden.
Quelle: Verkehrsentwicklungsplan 2015, Landkreis Potsdam-Mittelmark
[Es] steht die Schienenverkehrsverbindung für den betrachteten Raum Potsdam – Stahnsdorf – Kleinmachnow - Teltow an der Schwelle der Wirtschaftlichkeit. Neben der Aufwertung des gesamten Umfeldes und für eine nachhaltige Entwicklung dieser Region ist die Schienenverkehrsverbindung bei sich weiter verbessernden Rahmenbedingungen das geeignete Verkehrsmittel im ÖPNV. Die vorgesehenen ÖPNV-Trassen sollten weiter freigehalten werden.
Quelle: Fortschreibung Nahverkehrsplan, Landkreis Potsdam-Mittelmark 2007 - 2010

Landes-Ebene


Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung

Bei weiteren Schienenverkehrsprojekten in der Region Potsdam - Teltow – Stahnsdorf, wie die Stadtbahn Potsdam - Teltow und die S-Bahn von Wannsee nach Teltow (sog. Friedhofsbahn), müssen die Realisierungschancen geprüft werden. Der Sachverhalt zur Stammbahn ist Gegenstand eines Prüfauftrages des Landtages (Beschluss vom 8. Juli 2005 (Drs 4/1319-B)). Auf die ausstehenden Ergebnisse der laufenden Nutzen-Kosten-Untersuchung wird verwiesen.
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg
Landesnahverkehrsplan 2008 – 2012
Potsdam, 16. Januar 2008

Infrastrukturminister Reinhold Dellmann

„Der Landesnahverkehrsplan ist die Richtschnur für unser politisches Handeln der kommenden Jahre. Wir wollen bisher schwach ausgelastete Strecken attraktiver machen und mehr Fahrgäste auf die Schiene bringen. Dazu gehört auch, stärker auf das Einhalten von Qualitätsstandards in den Zügen und auf den Bahnsteigen zu achten. Auch der Wettbewerb auf der Schiene soll durch weitere Ausschreibungen konsequent weitergeführt werden. Zudem sollen keine weiteren Strecken abbestellt werden. Wir haben allerdings auch nur geringe Spielräume für zusätzliche Leistungen auf den Regionalstrecken. Dennoch ist der Regionalverkehr in Brandenburg und Berlin einer der besten in Europa. Das haben externe Studien gezeigt.“
Quelle: Pressemitteilung vom 22.01.2008 - Infrastrukturminister Reinhold Dellmann hat das Kabinett über den Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2008-2012 informiert. Der Landesnahverkehrsplan ist im Internet unter www.mir.brandenburg.de abrufbar.
Die einstige S-Bahn von Wannsee zum Stahnsdorfer Friedhof könnte wiederbelebt und bis Teltow weitergeführt werden. Ein Halt in Dreilinden würde dazugehören.

Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) zeigt sich jedoch einigermaßen skeptisch. Zwar seien die Investitionskosten für die sogenannte Friedhofsbahn geringer, doch dem stehe ein noch wesentlich kleineres Fahrgastpotenzial als bei der Stammbahn gegenüber. Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Friedhofsbahn fiel 1996 negativ aus. Ganz schließt Dellmann eine solche Lösung jedoch nicht aus.
Quelle: Neues Deutschland. Sozialistische Tageszeitung • Samstag, 19. April 2008. Presseartikel "Die Stammbahn rollt aufs Abstellgleis" von Andreas Fritsche.

Landtag Brandenburg

Frage 7:
Welche Chancen sieht die Landesregierung für die Reaktivierung der Stammbahn bzw. der Friedhofsbahn?
zu Frage 7:
Durch Landtagsbeschluss vom 08.06.2005 wurde die Landesregierung beauftragt, die Möglichkeiten der Finanzierung des Wiederaufbaus der Potsdamer Stammbahn bis zum ersten Quartal 2006 zu prüfen. In diesem Zusammenhang werden auch weitere mögliche Schienenanbindungen im Raum Potsdam - Stahnsdorf - Teltow - Berlin geprüft. Das Ergebnis dieser Prüfung soll abgewartet werden, um auf der neuen Erkenntnisbasis das weitere Vorgehen abzustimmen. Grundsätzlich befürwortet das Land Brandenburg den Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Kosten der Infrastruktur und der Verkehrsleistungen zu 4/5 vom Land Berlin zu tragen sind, weshalb jede Aktivität nur von beiden Ländern gemeinsam getragen werden kann. Der Ringschluss Teltow bzw. die Friedhofsbahn erscheint daneben nicht vordringlich.
Frage 8:
Welcher Zeithorizont für die Reaktivierung der genannten Bahnlinien wäre realistisch?
zu Frage 8:
Planung und Realisierung würden mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen.

Frage 9:
Welche Voraussetzungen müssten für die Reaktivierung der genannten Bahnlinien geschaffen werden?
zu Frage 9:
Es muss ein nachweisbares Verkehrsbedürfnis vorliegen und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme durch Finanzierung der Infrastruktur durch den Bund und die Länder Berlin und Brandenburg bzw. Bestellung der Verkehrsleistungen durch die Länder nachgewiesen sein. Hierzu ist insbesondere das Einvernehmen mit dem Land Berlinerforderlich.
Quelle: Landtag Brandenburg Drucksache 4/2235
Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 855 der Abgeordneten Anita Tack, Fraktion der Linkspartei.PDS, Drs. 4/2128
Frage 4:
Wie steht die Landesregierung zur möglichst schnellen Wiederinbetriebnahme der S-Bahn Anbindung Dreilinden (ehemalige „Friedhofsbahn“ nach Stahnsdorf), die gegenüber der „Stammbahn“ wesentlich kostengünstiger sein soll und einer in Etappen möglichen Verknüpfung mit der Teltower S-Bahnlinie?

Zu Frage 4:
Zwar sind die Investitionskosten für die Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Friedhofsbahn geringer als für die Wiederinbetriebnahme der Potsdamer Stammbahn. Demgegenüber steht jedoch auch ein wesentlich geringeres Fahrgastpotential. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer im Jahr 1996 durchgeführten Nutzen-Kosten-Untersuchung für die „Ringbahn“ mit negativen Ergebnis ist eine Teilrealisierung zum gegebenen Zeitpunkt erneut zu prüfen. Gegenwärtig ist jedoch kein ausreichendes Reisendenpotential für eine Realisierung mit einem gesamtwirtschaftlichen Vorteil erkennbar.
Quelle: Landtag Brandenburg Drucksache 4/6152
Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 2321 der Abgeordneten Anita Tack und Dr. Andreas Bernig vom 13.03.2008, Fraktion DIE LINKE, Landtagsdrucksache 4/6032

Dr. Jens Klocksin MdL

Mit der Verlängerung der S-Bahn von Lichterfelde Süd nach Teltow Stadt ist ein wichtiger Schritt zur Integration in das Berliner S-Bahn-Netz getan. Die Verlängerung der S-Bahn nach Stahnsdorf und Wannsee ist aus regionaler Sicht wünschenswert, da damit die Netzverknüpfung mit dem Regionalbahn- und S-Bahn-Haltepunkt Wannsee geschaffen würde. Der Ringschluss ist auch technisch möglich, zumal die Deutsche Reichsbahn bereits in den 1930er Jahren wesentliche Teile der Strecke trassiert bzw. - im Abschnitt Stahnsdorf- Südwestkirchhof und Wannsee als Friedhofsbahn - unter Betrieb hatte. Die Trasse ist bis heute freigehalten und auch in den geltenden Flächennutzungsplänen für den SPNV vorgesehen. Auch die Trasse der Stammbahn von Berlin-Zehlendorf nach Griebnitzsee ist in Gänze freigehalten und bietet sich für den Regionalverkehr sowie als SPNV-Erschließung für Kleinmachnow und Dreilinden/ Europarc an. Als drittes Projekt der schienengebundenen Erschließung ist die schon Mitte der 1990er Jahre diskutierte Straßenbahn-Verbindung von Potsdam nach Teltow Regionalbahnhof denkbar.
Stammbahn und S-Bahn-Ringschluss sollten, auch wenn ihre Realisierung erst mittel und langfristig möglich sein wird, Bestandteile des Nahverkehrsplanes des Landes sein.
Mit ihrer Realisierung würde dann Wirklichkeit, was vor 100 Jahren, beim Bau des Teltowkanals schon als Erfordernis formuliert wurde.
Quelle: Pressemitteilung: Fünf Schritte für die Region. Dr. Jens Klocksin, Mitglied des Landtages Brandenburg, Teltow, 6. April 2005

Fragen + Antworten im Landtag

Trassenfreihaltung zwischen Teltow Stadt und Stahnsdorf, Sputendorfer Straße
Die aus Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf bestehende Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Der Teltow“ hat sich wiederholt zur S-Bahnverlängerung von Teltow Stadt über Stahnsdorf nach Berlin Wannsee positioniert und diesen mittelfristig zu realisierenden Ringschluss eingefordert. Im geltenden Landesnahverkehrsplan ist die Prüfungsabsicht der S-Bahn-Verlängerung festgeschrieben.
Ich frage die Landesregierung
1. Wie wird gewährleistet, dass durch Landesstraßenprojekte die Option der S-Bahn-Verlängerung nicht verbaut oder verhindert wird?
2. Wie wird beim Ausbau der L 794 und namentlich des Knotens Ruhlsdorfer Straße/Gonfrevillestraße gewährleistet, dass das Bauwerk nicht auf der S-Bahn-Trasse liegt?
3. Wie wird beim Ausbau der L 77n gewährleistet, dass die bereits trassierte S-Bahn-Strecke in Troglage nicht durch einen aufgeschütteten Straßendamm unterbrochen wird?
4. Mit welchen Maßnahmen soll die S-Bahn-Trasse seitens des Landes gesichert werden, um wirksam einer baulichen Nutzung in Teltow und Stahnsdorf vorzubeugen?
Namens der Landesregierung beantwortet der Minister für Infrastruktur und Raumordnung die Kleine Anfrage wie folgt:
Der Wunsch der S-Bahnverlängerung von Teltow - Stadt nach Stahnsdorf ist bekannt. Die Forderung der Arbeitsgemeinschaft „Der Teltow“ stellt jedoch keine hinreichend verfestigte Planung dar und ist für die Straßenbauverwaltung nicht bindend.
Frage 1:
Wie wird gewährleistet, dass durch Landesstraßenprojekte die Option der S-Bahn-Verlängerung nicht verbaut oder verhindert wird?
Zu Frage 1:
Bei den Planungen zu Neu- und Ausbaumaßnahmen in der Region Stahnsdorf/Teltow wird geprüft, ob die mögliche Trassenführung der S-Bahn gequert wird und inwieweit die geplanten Höhenlagen zueinander passen.
Frage 2:
Wie wird beim Ausbau der L 794 und namentlich des Knotens Ruhlsdorfer Straße/Gonfrevillestraße gewährleistet, dass das Bauwerk nicht auf der S-Bahn-Trasse liegt?
Zu Frage 2:
Die Trasse ist in die Planungsunterlage des Ausbaus der L 794 nachrichtlich eingetragen. Es wurde nachgewiesen, dass mit Einbau von Brücken in die Streckenverläufe der Ruhlsdorfer und der Gonfrevillestraße mit der Tieflage der S-Bahn eine Kreuzung möglich wäre, ohne dass der Knoten in seiner Lage und Höhe verändert wird.
Frage 3:
Wie wird beim Ausbau der L 77n gewährleistet, dass die bereits trassierte S-Bahn-Strecke in Troglage nicht durch einen aufgeschütteten Straßendamm unterbrochen wird?
Zu Frage 3:
Beim Neubau der L 77n wäre grundsätzliche eine Querung der S-Bahn in Tieflage möglich. Dafür wäre in die L 77n ein Brückenbauwerk beim Bau der S-Bahn einzubauen.
Frage 4:
Mit welchen Maßnahmen soll die S-Bahn-Trasse seitens des Landes gesichert werden, um wirksam einer baulichen Nutzung in Teltow und Stahnsdorf vorzubeugen?
Zu Frage 4:
Es steht nur den an dieser Verbindung interessierten Kommunen frei, ein optionales Freihalten der Trasse in ihrer Bauleitplanung zu berücksichtigen
Quelle: Kleine Anfrage 2885 des Abgeordneten Dr. Jens Klocksin
Wortlaut der Kleinen Anfrage 2885 vom 26.05.2009

Bundes-Ebene


Bundesministerium für Verkehr,Bau,Stadtentwicklung

Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 einen traurigen Höhepunkt und führte zur völligen Lahmlegung der einstigen Eisenbahnmetropole Berlin. Folgender Abschnitt war davon betroffen: Wannsee - Stahnsdorf.
Unmittelbar nach dem Fall der Berliner Mauer war klar, dass das vereinigte Berlin möglichst schnell wieder ein umfassendes und einheitliches Nahverkehrssystem bekommen sollte.
[Es] werden die Maßnahmen der Grunderneuerung abweichend von den ansonsten für den Aus- und Neubau von S-Bahnstrecken geltenden Grundsätzen vollständig vom Bund finanziert. Die darüber hinaus gehenden Maßnahmen werden von der Deutschen Bahn AG bzw. den Ländern Berlin und Brandenburg getragen.
Quelle: Die Grunderneuerung der S-Bahn Berlin, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Europa- Ebene


verkehrspolitische Sprecher im EU Parlament

Heute fährt die S-Bahn nach Teltow - morgen nach Stahnsdorf ?!
23.02.2005: Zur Eröffnung der S-Bahn nach Teltow haben die grünen Verkehrspolitiker Claudia Hämmerling und Michael Cramer eine Verlängerung nach Stahnsdorf ins Gespräch gebracht. EU-Mittel könnten für Finanzierung genutzt werden.

Claudia Hämmerling und Michael Cramer, verkehrspolitische Sprecher im Abgeordnetenhaus und im Europäischen Parlament, erklären:

Der Eröffnung der S-Bahnstrecke nach Teltow muss der Bau der Verbindung nach Stahnsdorf folgen. Was für die 20.000 Menschen in Teltow recht ist, sollte den 30.000 Menschen in Stahnsdorf/Kleinmachnow nicht verwehrt werden. Die Trasse für diese Verbindung wurde in den 30er Jahren schon vorbereitet - die Troglage ist zu einem großen Teil noch vorhanden - sie wurde sowohl vor als auch nach dem Fall der Mauer frei gehalten. Sie könnte auch die Verbindung zur Friedhofsbahn und damit eine Verbindung zum Bahnhof Wannsee ermöglichen.

1,2 Milliarden Euro, die die Bundesregierung zur Verfügung gestellt hat, wurden von der DB AG nicht abgerufen. Deswegen fordern wir die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg auf, die Planfeststellung für die Verlängerung nach Stahnsdorf unverzüglich einzuleiten, damit die bis 2008 noch zur Verfügung stehenden Gelder verwendet werden können. Diese Strecke würde nicht nur die Verbindung zu 30.000 Menschen in Stahnsdorf und Kleinmachnow herstellen, sondern auch Berlin und Brandenburg noch besser miteinander verbinden.

15 Jahre hat es nach dem Fall der Mauer gedauert, bis die S-Bahn wieder von Lichterfelde Süd nach Teltow fährt. Aus Mitteln des Bundes, der EU und der beiden Länder Berlin und Brandenburg wurde die Anbindung von Teltow und die Umgebung des neuen Bahnhofs finanziert.

Aus Mitteln der EU wurde nicht nur die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Teltow finanziert. Auch die Unterquerung von Fern- und S-Bahntrasse in Lichterfelde für den "Berliner Mauerweg" wäre ohne die Unterstützung der EU (GA-Mittel) nicht möglich gewesen.
Quelle: Pressemitteilung: Erklärung von Claudia Hämmerling und Michael Cramer, verkehrspolitische Sprecher im Abgeordnetenhaus und im Europäischen Parlament

Alternativstimmen

BUND Berlin e.V.

Straßenbahn statt Wiederaufbau der Friedhofsbahn mit Ringschluss nach Teltow-Stadt
Der BUND lehnt den Wiederaufbau der sog. Friedhofsbahn von Wannsee nach Stahnsdorf mit Neubaustrecke nach Teltow-Stadt ab und fordert, die Straßenbahn von Potsdam über Stahnsdorf nach Teltow zu verlängern, wie dies u.a. im Potsdamer Luftreinhalteplan vorgeschlagen wird. Die Stadt Teltow steht diesem Tram-Projekt allerdings noch ablehnend gegenüber.
Quelle: BUND-Position zum S-Bahn-Ausbau in Berlin und im Umland. Stand 2005.
www.bund-berlin.de BUND Berlin e.V./Positionen/Verkehr/ÖPNV/S-Bahn

Abgeordnetenhaus BERLIN

"Stattdessen [der Stammbahn] könnte man mit der Einrichtung eines S-Bahn-Vorlaufbetriebs den stark wachsenden Vorort Kleinmachnow zeitnah an das Berliner Schnellbahnnetz anschließen. Der spätere Ausbau [der S-Bahnverbindung auf der Trasse der alten Stammbahn] zu einer zweigleisigen Regionalbahn wäre nicht ausgeschlossen, ebenso könnte eine spätere Verknüpfung der Strecke mit der Stahnsdorfer Friedhofsbahn offengehalten werden“
Quelle: Antrag der Fraktion der CDU. Abgeordnetenhaus BERLIN, Drucksache 15/4202

Fragen + Antworten im Landtag

Kleine Anfrage 2885 des Abgeordneten Dr. Jens Klocksin
Wortlaut der Kleinen Anfrage 2885 vom 26.05.2009:
Trassenfreihaltung zwischen Teltow Stadt und Stahnsdorf, Sputendorfer Straße
Die aus Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf bestehende Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Der Teltow“ hat sich wiederholt zur S-Bahnverlängerung von Teltow Stadt über Stahnsdorf nach Berlin Wannsee positioniert und diesen mittelfristig zu realisierenden Ringschluss eingefordert. Im geltenden Landesnahverkehrsplan ist die Prüfungsabsicht der S-Bahn-Verlängerung festgeschrieben.
Ich frage die Landesregierung
1. Wie wird gewährleistet, dass durch Landesstraßenprojekte die Option der S-Bahn-Verlängerung
nicht verbaut oder verhindert wird?
2. Wie wird beim Ausbau der L 794 und namentlich des Knotens Ruhlsdorfer
Straße/Gonfrevillestraße gewährleistet, dass das Bauwerk nicht auf der S-Bahn-Trasse liegt?
3. Wie wird beim Ausbau der L 77n gewährleistet, dass die bereits trassierte S-Bahn-Strecke in
Troglage nicht durch einen aufgeschütteten Straßendamm unterbrochen wird?
4. Mit welchen Maßnahmen soll die S-Bahn-Trasse seitens des Landes gesichert werden, um
wirksam einer baulichen Nutzung in Teltow und Stahnsdorf vorzubeugen?
Namens der Landesregierung beantwortet der Minister für Infrastruktur und Raumordnung die Kleine Anfrage wie folgt:
Der Wunsch der S-Bahnverlängerung von Teltow - Stadt nach Stahnsdorf ist bekannt. Die Forderung der Arbeitsgemeinschaft „Der Teltow“ stellt jedoch keine hinreichend verfestigte Planung dar und ist für die Straßenbauverwaltung nicht bindend.
Frage 1:
Wie wird gewährleistet, dass durch Landesstraßenprojekte die Option der S-Bahn-Verlängerung nicht verbaut oder verhindert wird?
Zu Frage 1:
Bei den Planungen zu Neu- und Ausbaumaßnahmen in der Region Stahnsdorf/Teltow wird geprüft,
ob die mögliche Trassenführung der S-Bahn gequert wird und inwieweit die geplanten Höhenlagen
zueinander passen.
Frage 2:
Wie wird beim Ausbau der L 794 und namentlich des Knotens Ruhlsdorfer Straße/Gonfrevillestraße
gewährleistet, dass das Bauwerk nicht auf der S-Bahn-Trasse liegt?
Zu Frage 2:
Die Trasse ist in die Planungsunterlage des Ausbaus der L 794 nachrichtlich eingetragen.
Es wurde nachgewiesen, dass mit Einbau von Brücken in die Streckenverläufe der Ruhlsdorfer und
der Gonfrevillestraße mit der Tieflage der S-Bahn eine Kreuzung möglich wäre, ohne dass der Knoten in seiner Lage und Höhe verändert wird.
Frage 3:
Wie wird beim Ausbau der L 77n gewährleistet, dass die bereits trassierte S-Bahn-Strecke in Troglage nicht durch einen aufgeschütteten Straßendamm unterbrochen wird?
Zu Frage 3:
Beim Neubau der L 77n wäre grundsätzliche eine Querung der S-Bahn in Tieflage möglich. Dafür wäre in die L 77n ein Brückenbauwerk beim Bau der S-Bahn einzubauen.
Frage 4:
Mit welchen Maßnahmen soll die S-Bahn-Trasse seitens des Landes gesichert werden, um wirksam
einer baulichen Nutzung in Teltow und Stahnsdorf vorzubeugen?
Zu Frage 4:
Es steht nur den an dieser Verbindung interessierten Kommunen frei, ein optionales Freihalten der
Trasse in ihrer Bauleitplanung zu berücksichtigen

Datum des Eingangs: 19.06.2009 / Ausgegeben: 26-06.2009

weitere Informationen im Internet


Links

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